Gechichte im Portugal-Lexikon

König Alfons VII. fordert von Alfons dem ersten im Jahre 1135 den Lehnseid zurück der ihm verweigert wird. Im Jahre 1137 musste König Alfons VII. Alfons dem I. die Oberhoheit über die Grafschaft Portugals anerkennen. Dies wurde schriftlich im Vertrag von Zamora im Jahre 1143 festgelegt. Daraufhin nahm Alfons der I. einen Königstitel in Portugal an und beendete somit die Regierung der Könige von Asturien-Leon . Papst Alexander III. erklärte mit Hilfe der Manifestis Probatum 1179 die Unabhängigkeit von Portugal. In Qurique gewann im Jahre 1139 Alfons der erste einen bedeutende Schlacht gegen die Mauren. Acht Jahre später fallen die Städte Lissabon und Santarem mithilfe der Kreuzritter an die Christen. Daraufhin gründet Alfons I. das Kloster Alcobaca und stiftet das Kloster an den Ritterorden von Avis. Sancho I. ist Mitregent der portugiesischen Politik und übernimmt nach dem Tod seines Vater, Alfons I., den Thron. Sancho I. holt die Zisterziensermönche nach Portugal um die Gebiet, die vorher von den Mauren besiedelt waren, zu besiedeln. 1189 eroberte er die Hauptstadt der Mauren. Ein Großteil der Siege wurde die nächsten Jahre wieder verloren. Aufgrund von Auseinandersetzungen, über die Ehe seiner Tochter, mit der katholischen Kirche, verhängt diese das Interdikt über das Land. Der Streit der Kirche mit der portugiesischen Monarchie dauert über 2 Jahrhunderte. Hauptgrund für die Auseinandersetzungen war vor allem der Landbesitz, da die Kirche nach der Krone den meisten Besitz hatte. König Sancho I. verstirbt 1211 und sein Sohn besteigt den portugiesischen Thron.

Das erste zusammenhängende portugiesische Gesetzwerk (Cortes von Coimbra) wurde von Alfons II. im Jahre 1211 entworfen. Sein Ziel war es die Königmacht zu stärken und den Adel sowie die Kirche zu schwächen. Dabei verschaffte er sich im Volk sehr viel Sympathie jedoch auch sehr viel Gegner. Er wird von der Kirche zum wiederholten Male verurteilt, er löst das Problem und verweist den Erzbischof von Braga des Landes. Der älteste Sohn, Sancho II., von Alfons II. bestieg 1223 den portugiesischen Thron, hatte jedoch aufgrund des Kampfes seines Vaters mit der Kirche keine leichte Stellung. Mehrere Siege gegen die Mauren kann er gewinnen. Doch auch Sancho II. lässt sich zum Ende seiner Regierungszeit auf Machtkämpfe mit der Kirche ein. Daraufhin wurde Sancho II. exkommuniziert. Die Kirche verbündete sich mit dem Adel und versuchte den König vom Thron zu stoßen und durch seinen jüngeren Bruder zu ersetzen. Um zu verhindern das Nachfolger mit seiner Ehefrau gezeugt wurden, wurde die Ehe, die nicht kirchlich geschlossen wurde, zwangsgeschieden. Papst Innozenz IV. klagte Sancho II. und seinen Bruder schwerer Vergehen an worauf es zu einem schweren Bürgerkrieg kam. Knapp zwei Jahre hielten die Brüder mit Ihren Anhänger aus, danach verzogen sie, worauf er schließlich starb. Der jüngere Bruder Alfons III. erhielt durch eine Heirat schließlich die Grafschaft von Boulogne. Da Sancho der II. nicht von seinen Thron abgesetzt wurde, hielt Alfons III. nur das Regent und bestieg den Thron erst nach dem Tode seines Bruder im Jahre 1248.

Unter der Herrschaft der Burgunder war die gesellschaftliche Struktur stark geprägt durch die Reconquista. Der Tempelorden und Malteserorden erhielten für Ihre Mithilfe der Rückeroberung große Gebiete an Land. Papst Johannes XXI. wurde im Jahre 1276 zum Papst gekrönt und bleibt damit der einzige Portugiese in diesem Amt. Alfons der III. verstirbt im Jahre 1279 und sein ältester Sohn Dionysius der Bauernkönig tritt in die Fußstapfen seines Vaters. Gleich am Anfang seiner Amtszeit kommt es zu Auseinandersetzungen mit seinem Bruder Alfons. Alfons wird nach einer Adelsversammlung regierungsunfähig erklärt und von seinem Thron verstoßen. Es kam zu mehreren Kriegszügen. Nach vielen Schlachten fanden sich Dionysus und der neue kastilische König zusammen und legten die Staatsgrenzen zwischen Portugal und Kastilien endgültig fest. Dies wurde mit zwei adeligen Hochzeiten gefestigt. Dionysus Sohn heiratete eine Schwester des kastilischen Königs und der König selbst eine Schwester Dionysus. König Dionysus schaffte es ebenfalls eine Lösung für die Auseinandersetzung der Kirche mit der Monarchie zu finden. Aufgrund seines Verhandlungsgeschickes mit der Kirche und dem kastilischen König zählt Dionysus zu einer der größten portugiesischen Könige. Er sicherte sein Land durch die festgelegten Grenzen und konnte den Konflikt mit der Kirche durch das Konkordat im Jahre 1289 lösen. Trotz all dem wurde der Tod von Dionysus durch einige Machtkämpfe überschattet. Im Jahre 1325 verstirbt der hoch verehrte König Dionysus, auch Bauerkönig genannt, in Santarem. Die letzte Burgunderherrschaft wird durch Alfons den IV. nach dem Tod seines Vaters angetreten. Die Herrschaft über Portugal von den Burgundern hat einen wesentlichen Teil zur portugiesischen Geschichte beigetragen.

Die Herrschaft der Avis in Portugal entstand durch den Tod des letzten Burgunder. Die Witwe von Ferdinand I. fängt eine Liebschaft mit dem Ritter Juan Fernandez Andeiro, Graf von Querem an und übernimmt die Macht Portugals. Aufgrund der unpopulären Herrschaft des Paares kommt es zur Revolution und die Witwe Leonore wird nach 6 Wochen Macht vom Thron verjagt. Ihr Liebhaber Juan Fernandez Andeiro wird von Johann von Avis getötet. Johann von Avis stand auf Seiten der Bauern, Armen und des Niederadels von Portugal. Daraufhin wird Johann der I. von der Cortes zum Regenten des Landes ernannt. Johann I. schafft es durch seinen starken Heerführer das kastilische Heer zu besiegen und sichert damit für immer die portugiesische Grenze. Der Regent schafft es einen Vertrag mit den Engländer zu schließen der bis zum 19. Jahrhundert Bestand hat. Der Vertrag von Windsor wurde 1386 geschlossen und sichert unverbrüchliche Treue auf Dauer. Johann eroberte Ceuta in Marokko und sichert sich somit die Expeditionen seines Sohnes Heinrich der Seefahrer. Letztendlich versucht Portugal einer der größten Kolonialmächte der Welt zu werden. Durch seine Expeditionen wurden Madeira und die Azoren im Jahre 1427 entdeckt und kolonialisiert. Die Tochter von Johann I. verheiratete er mit Philipp dem Guten von Burgund. Somit ermöglicht er es, Beziehungen zu Flandern aufzubauen, die derzeit als aufstrebendste Wirtschaftsmacht Europas galten. Er schafft es, den niedrig gestellten Portugiesen Land zu geben und zugleich kulturellen Aufbau zu leisten. Dies stellt ihn als loyalen König dar.

Nach dem Tod von Johann I. besteigt sein ältester Sohn Eduard den Thron der weiterhin die Expeditionen seines jüngeren Bruder Heinrich dem Seefahrer fördert. Er gilt als Philosophen-König da er hoch intelligent ist. Während seiner Regierungszeit erlässt er ein Gesetz, dass besagt, dass alle Ländereien, die früher von Johann I. an die Adeligen vergeben wurden, bei keiner männlicher Erbfolge zurück an die Krone fallen. Heinrich der Seefahrer muss während der Amtszeit seinen Bruder vor den arabischen Mächten kapitulieren. Diese Kapitulation besagt das dass von Johann I. eroberte Ceuta an die Mauren zurückgegeben werden muss. Ein weiterer jüngerer Bruder des Königs wird als Geisel an die Mauren übergeben. Der König stirbt im Jahre 1438 an der Pest und sein jüngerer Bruder stirbt während seiner Gefangenschaft fünf Jahre später. Der neue König Alfons V. ist während seiner Thronerbschaft mit sechs Jahren minderjährig und somit übernimmt die Witwe des verstorbenen Königs die Regentschaft. Kurze Zeit später wird Sie vom Onkel ihres Sohnes vom Thron verdrängt. Der Herzog von Coimbra, Onkel des eigentlichen Thronerben, hält sich nicht an die testamentarischen Bestimmung von König Eduard, schafft es aber trotz all dem zweimal die Cortes zu überzeugen. Der junge König wird mit acht Jahren als volljährig erklärt und erhält die Krone. Damit ist sein Onkel nicht einverstanden und hält an seiner Macht fest, indem er den jungen König Alfons V. mit seiner Tochter verheiratet. Alfons V. gelingt es mit Unterstützung seiner Mutter den eigenen Onkel und Schwiegervater bei der Schlacht von Alfarrobeira im Jahre 1449 zu besiegen.

Während der Amtszeit von Alfons V. werden die Seefahrten von Heinrich weiterhin gefördert und 1440 beginnt der Sklavenhandel in Portugal. Es wurden im Jahre 1456 die Kapverden entdeckt und den ehemaligen Templern in Namen Portugals überlassen. Während im Jahre 1460 Guinea erreicht wird, verstirbt Heinrich der Seefahrer. Um afrikanische Erkundungen fort zu führen, wird aufgrund der schlechten finanziellen Lage Portugals, Afrika Reisen durchgeführt. Nachdem im Jahre 1474 König Heinrich IV. von Kastillen stirbt, versucht Alfons aktiv das Throngeschehen der Kastilen mitzubestimmen, indem er um die Hand der Prinzessin Isabella, Schwester von Heinrich IV. anhält. Dies kommt jedoch nicht zustande und somit heiratet er die Tochter des verstorbenen Königs. Dieser erhält Unterstützung von Alfons, bezüglich der Thronansprüche gegen Isabella. Kurz vor seinem Tode überlegt der König häufig über die Abdankung seines Amtes nach, kann jedoch mehrmals überzeugt werden, seinen Titel zu behalten. Er wird alt und kränklich und stirbt zuletzt an der Pest. Sein Sohn Johann II. übernimmt die Thronfolge. Es ist ihm möglich, die Königsmacht gegenüber dem Adel wieder herzustellen. Adel der sich gegen die Pläne des Königs stellt, werden hart bestraft. Mehrere Adelige werden zum Tode verurteilt. Er betreibt Gold und Sklavenhandel und verdoppelt damit die Einkünfte der Krone. Während seiner gesamten Regierungszeit, handelt der König aus eigenen Willen. Die Cortes wird während seiner gesamten Regierungszeit nur viermal einberufen. Johann II. untersagte Christoph Kolumbus seine Mithilfe auf der Suche nach dem Weg nach Indien und somit wird unter spanischen Diensten Amerika entdeckt. Portugal verlor während seiner Regentschaft große Chancen.

Da der portugiesische König Johann der II. keine direkten Nachkommen hat, beschließt er testamentarisch, Emanuel, Bruder seiner Frau und Enkel des König Eduards, zum Erben des Throns zu machen. Den Thron besteigt Emanuel 1495 und wird durch den steigenden Handel zum mächtigsten und reichsten Regenten von Europa. Vasco da Gama eröffnet 1497 die Seeroute nach Indien. Es werden eine Menge Stützpunkte und Handelsniederlassungen eröffnet. Die portugiesische Präsenz wird zwischen 1503 und 1505 durch Duarte Pacheco Pereira mit Hilfe der Waffengewalt dargestellt und legt dadurch die ersten Grundsteine für das portugiesische Handelsimperium in Indien. Alfonso de Albuquerque erobert im Jahre 1511 die Handelsstraße nach dem heutigen Malaysia/Melaka und öffnet damit den Portugiesen den Weg nach China und zu den Gewürzinseln, wo ziemlich schnell Niederlassungen eröffnet werden. Durch diese Entdeckungen wird Lissabon ziemlich schnell zum Handelsstützpunkt von asiatischen Waren und Gewürzen. Den Arabern wird somit das bisherige Handelsimperium von Gewürzen entrissen. Brasilien wird durch Pedro Alvares Cabral im Jahre 1500 entdeckt und unter portugiesischen Besitz genommen. Portugal erreicht als erste Kolonialmacht von Europa das Kaiserreich China. Timor und Homuz sowie weiterer marokkanische Gebiete folgen die nächsten Jahre. Emanuel der Erste schafft es endgültig, sich gegen den Landadel von Portugal zu beweisen. Im Jahre 1492 werden durch die katholische Kirche die Juden aus Spanien vertrieben. Davon fliehen rund 60.000 Juden nach Portugal. Emanuel vertreibt alle Juden im Jahre 1496, außer die, die sich taufen lassen. Unter der Regentschaft von Emanuel dem Ersten erlebt Portugal das sogenannte Goldene Zeitalter und eine kulturelle Blüte.

Im Jahre 1521 verstirbt König Emanuel der I. und der Thron wird von seinem Sohn Johann den III. bestiegen. Während seiner Regentschaft wird der wichtigste portugiesische Dichter geboren. Luiz Vaz de Camoes wird 1524 in Coimbra oder Lissabon geboren. In den durch das portugiesische Heer eroberten Land Brasilien werden 1532 die ersten portugiesischen Siedlungen gebaut. Salvador da Bahia wird als Hauptstadt Brasiliens festgelegt. 1557 verstirbt Johann der III. und der Thron soll an seinen Enkel fallen, der jedoch zu dieser Zeit gerade mal 3 Jahre alt ist. Vorläufig übernimmt seine Großmutter den Thron. Danach wird Kardinal Heinrich der Erste zum vorläufigen Thronfolger bestimmt, ein Bruder von Johann III. Mit 15 Jahren übernimmt Sebastian selbst den Thron und lässt eine Armee von 18000 Mann nach Marokko einmarschieren. Dies endet in einen fürchterlich Desaster. Die Armee von Sultan Muley Abd-el Melik vernichten das Heer der Portugiesen. König Sebastian wird auf dem Schlachtfeld getötet und bleibt dort verschollen, 8000 Portugiesen fallen ebenfalls darunter auch Adelige. 100 hochrangige Adelige sowie 15000 Portugiesen werden in Gefangenschaft genommen. Hohe Geldsumme werden von den portugiesische Adeligen als Lösegeld bezahlt. Dadurch dass Sebastian kinderlos stirbt, fällt der Thron zurück an seinen Großonkel Kardinal Heinrich, der auch zwei Jahre später stirbt und als letztes männliches Mitglied von Avis galt. Somit stirbt die langjährige Dynastie der Avis aus. Mehrere Versuche, einen neuen Thronfolger zu ernennen, scheitern durch den Widerstand des portugiesischen Adels. 1580 beginnt die Personalunion Portugal mit Spanien, die 1640 endet.


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