Posie im Portugal-Lexikon
Teilweise wird Portugal als Land der Posie dargestellt. Die Posie (Erschaffung, das Wort erhielt erstmals seine Bedeutung im 19. Jahrhundert) hatte immer einen starken Einfluss auf das Land. Als die portugiesische Nation entstand, war die Posie sehr verbreitet und exzellente epische (Vers-und Prosaform) und lyrische (Gedichte) Werke entstanden. Ein klassischer Poet dieser Zeit ist Luis de Camoes, geboren vermutlich in Coimbra im Jahre 1524 oder 1525, gestorben in Lissabon 1579 oder 1580. Der Poet schrieb Lieder, Oden und Sodetten. Bekanntestes Werk ist das Epos Os Lusiadas welches im Jahre 1572 in Form eines Versepos geschrieben wurde. Anfang des 19. Jahrhundert wurde es in Deutsch (Die Lusiaden) übersetzt. Der wichtigste portugiesische Literaturpreis wurde nach ihm benannt (Premio Camoes). Weiterer bedeutender Poet aus dem 19. Jahrhundert ist Fernando Antonio Nogueira Pessoa der 1888 in Lissabon geboren wurde und im Jahre 1935 ebenfalls in Lissabon starb. Er ist ein bekannter Lyriker, seinerzeit jedoch ein unscheinbarer Handelskorrespondent. Fernando Pessoa ist berühmt für seine vier Heteronymen (Abwandlung der Persönlichkeit des Schriftstellers). Bedeutenden Einfluss haben auch weniger bekannte Künstler auf die portugiesische Literatur. Bekannteste portugiesischer Historiker ist Fernao Lopez, geboren um 1380 gestorben 1460, für seine Prosa. Für drei Könige seiner Zeit verfasste er Chroniken. Genauigkeit und lebhafte Schilderung waren für Fernao Lopez sehr wichtig. Die moderne portugiesische Literatur ist bekannt für Jose Maria Eca Queiroz (O primo Basilo erlang er Weltruhm)und Jose Saramago, (geboren 1922 in Azinhaga, Portugal) der im Jahre 1998 einen Nobelpreis für Literatur erhielt.



