News vom 22.05.2010
Der Papst in Portugal
Papst Benedikt XVI. reiste vier Tage von Lissabon über den Marienwallfahrtsort Fatima nach Porto. Ganz gleich wo er auch hinkam - überall waren die Straßen überfüllt und „Benedikt-Sprechchöre“ geschwängert. Tausende zelteten am Zielort der Reise, in Fatima, und rund 500.000 Menschen kamen zum Gottesdienst.
Damit konnte Benedikt XVI. den in Portugal hoch verehrten Johannes Paul II. hinter sich lassen. Offenbar stützten sich das kriselnde Portugal und der Papst in diesen Tagen gegenseitig. In Portugal sind rund 88 Prozent der Einwohner katholisch und konnten in der schweren Wirtschaftskrise den Zuspruch des Papstes wohl gut gebrauchen. Auch andersherum machte der Jubel um den Papstbesuch Mut, denn der Papst wirkte sichtlich entspannter, zum ersten Mal seit Beginn der Missbrauchskrise.
Bereits zu Beginn der Reise verschaffte sich der Pontifex mit einem offenen Wort Respekt, „Die größte Bedrohung der Kirche komme nicht von äußeren Feinden, sondern sie komme aus dem Inneren der Kirche. Nötig seien die Bereitschaft zu Buße und zu juristischen Aufarbeitung“, sagte er kämpferisch.



