Guarda im Portugal-Lexikon

Die höchst gelegene Stadt in Portugal ist Guarda. Guarda liegt in der Regiao Centro und im gleichnamigen Distrikt. Die Stadt ist ein Bischofssitz seit dem 6. Jahrhundert. Zumutungen zufolge erhielt die Stadt ihr Stadtrecht im Jahre 1199. In der Stadt befindet sich eine alte sephardische , die jedoch mittlerweile anderweitig genutzt wird. Der Kreis Guarda hat eine Fläche von etwa 718 km² die von etwa 44.000 Portugiesen bewohnt werden. Mit 56 Gemeinden ist der Kreis Guarda ein größerer Kreis. Im Norden von Portugal liegt die Stadt Guimaraes. Da sie als erste Hauptstadt des Landes bekannt wurde, wird sie auch als „Wiege des Landes“ bezeichnet. Guimaraes liegt im Kreis Braga und beherbergt knapp 70.000 Einwohner. Die portugiesische Unabhängigkeit musste im Jahre 1143 von den Kastilen im Vertrag von Zamora anerkennt werden. Somit ernannte Alfons I. die Stadt zur Hauptstadt von Lissabon. Die Königin Theresa wurde am 28. Juni 1128 bei der Schlacht von Guimaraes vom Thron gestoßen. Das Stadtrecht wurde der Stadt im Jahr 1853 verliehen. Die Einheimischen arbeiten größtenteils in der Textil- und Schuhindustrie, die sich dort niedergelassen hat. Kulturell kann die Stadt Touristen einige Sehenswürdigkeiten bieten. Die UNESCO erklärte das Zentrum der Stadt zum Weltkulturerbe. Kunstmuseen mit sakraler und moderner, naiven Kunst sind ansässig. Bekannte Menschen wurden in Guimaraes geboren, darunter zwei bekannte Fußballspieler und König Alfons der I. In dem Stadion der Stadt wurden einige Spiele der Fußball-Europameisterschaft 2004 gespielt. Der Kreis selbst hat 68 Gemeinden. Städtepartnerschaften mit Deutschland und Brasilien werden geführt.

Der Distrik Guarda

Der Distrikt Guarda hat etwa 174000 Einwohner auf einer Fläche von 5518 km². Darunter auch die Stadt Pinhel die in der Region Regiao Centro liegt. Sie ist eine sehr alte Stadt und es leben etwa 3500 Menschen dort. Historiker vermuten die ersten Ursprünge der Stadt auf 5000 vor Christus. Dom Alfonso Henriques eroberte die Stadt 1179 nach Christus von den Mauren zurück und verlieh dem Kreis Pinhel gewisse Rechte, die von Dom Alfons II. und Dom Dinis mehrfach bestätigt wurden. 1510 nach Christus wurde von Dom Manuel ein neues Foral ausgestellt und die Stadt als Bischofssitz ernannt. Der Bischofssitz wurde 1881 aufgelöst und mit dem Bistum Guarda integriert. Die Stadt liegt in der Subregion der nördlichen, inneren Beira. Der Kreis Pinhel hat eine Größe von etwa 485 km² und es leben etwa 11.000 Einwohner in 27 Gemeinden verteilt. In der Region Regiao Norte liegt die kleine Stadt Vila Nova de Foz Coa. Der Kreis Vila Nova de Foz Coa hat eine Fläche von knapp 400 km² und etwa 8.500 Einwohner. Das Stadtrecht erhielt die Stadt im Jahre 1997. In der Nähe von Vila Nova de Foz Coa liegt der wichtigste archäologische Park des Landes, der Parque Arqueológico do Vale do Côa. In dem Freilichtmuseum wurde vor einigen Jahren ein etwa 25.000 Jahre alter Kunstschatz entdeckt, der durch die UNESCO im Jahre 1998 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Zeichnungen in Stein aus der prähistorischen Zeit mit Abbildungen von Pferden, Auerochsen und Steinböcken befinden sich auf über 17 km. Es wird vermutet, dass diese Zeichnungen aus der Jungsteinzeit und Eisenzeit stammen.


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