Tavira im Portugal-Lexikon

Tavira ist eine Stadt in der Region Algarve und hat 12600 Einwohner. Die zum Distrikt gehörende Stadt wurde etwa 2000 vor Christus gegründet. Wie auch andere Ortschaften und Städte in der Region Algarve wurde die Stadt später von den maurischen Kalifat und Cordoba etwa 700 nach Christus in Besitz genommen. Wie aktuelle Ausgrabungen ergeben haben, entwickelte sich ein hoher kultureller Standard. Im Auftrag von König Sancho II wurde die Stadt durch den Ritterorden und Dom Pairo Perres Correira im Jahre 1242 zurückerobert. Nach einer Legende zufolge wurde während eines Waffenstillstands einige Ritter durch die Mauren getötet. Dies hatte zur Folge, dass statt die geplante Moschee das Igreja de Santa Maria do Castelo gebaut wurde, dass trotz des Erdbebens heute noch in einen guten Zustand ist. Während des 16. Jahrhundert entwickelte sich der Hafen der Stadt zu einer der wichtigsten in der Algarve. Der Handel lebte überwiegend mit Wein, Salz, Trockenfrüchten und Dörrfisch. Die Stadt hatte bereits mit der Pest zu kämpfen und das Erdbeben 1755 zerstörte die Stadt fast komplett. Heute lebt die Stadt überwiegend von den Touristen. Mehrere Hotels und Golfanlagen wurden hierfür gebaut. Einige Sehenswürdigkeiten der geschichtlichen Entwicklung der Stadt sind zu sehen. Die sieben bogige Römerbrücke wurde bei dem Erdbeben zerstört, jedoch 1870 wieder aufgebaut. Das Rathaus der Stadt ist auch sehr schön durch seine spätmittelalterlichen Arkaden. Der gleichnamige Kreis Tavira hat auf einer Fläche von etwa 607 km² etwa 25000 Einwohner auf neun Gemeinden aufgeteilt.

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