Tomar im Portugal-Lexikon

Von Lissabon 100 km nordöstlich liegt die Stadt Tomar in der Region Lisboa e Vale do Tejo. Die im Distrikt Santarem gelegene Kleinstadt hat etwa 18900 Einwohner. Der Kreis Tomar hat eine Fläche von 350 km² verteilt auf 16 Gemeinden mit insgesamt 43000 Einwohnern. Bekannt ist die Stadt für das Kloster. Das Christuskloster Convento da Ordem de Cristo ist auch unter dem Namen Kreuzritterburg bekannt. Das Kloster wurde zwischen dem 12. Jahrhundert und dem 17. Jahrhundert erbaut. Ursprünglich wurde es von dem Templerorden erbaut. Nachdem der Templerorden aufgelöst wurde, ging es in den Besitz der Orden der Christusritter über. Das Kloster ist gut erhalten und wird über eine Grünanlage betreten, von dessen Plattform man die Aussicht zu dem 16-eckigen Sanktuarim der Templer hat. Er wurde als Chor der Kirche genutzt. Der Bau der Festung war ursprünglich dafür gedacht, dass die von Kreuzzügen zurück kehrenden Templerritter sich dort zur Ruhe setzen konnten und ein normales Leben führen können. Als im Jahre 1305 der französische König Philipp der Schöne das Schloss erreichte, hetzte er die Templerritter, die er als Ketzer bezeichnete, um an deren Reichtümer zu kommen. König Dinis wollte die Ritter nicht vertreiben und half ihnen dabei, indem er den Orden der Christusritter gründete, in die die ehemaligen Templerritter eintraten. Die Burg galt als Residenz der Christusritter. König Manuel I. ließ die Burg während seiner Regierungszeit nochmals prachtvoll ausstatten. Zwischen dem 16 Jahrhundert und 17 Jahrhundert wurden die Mönchszellen sowie die Klosteranlage angebaut. Die Burg wurde 1983 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

In diesem Artikel wird das Thema Tomar behandelt. Gerne können Sie einen Kommentar hinterlassen. Weitere Artikel finden Sie unter dem entsprechenden Buchstaben.

Kommentare

Die Kommentarfunktion ist derzeit deaktiviert.


Hauptseite | Impressum