Umwelt im Portugal-Lexikon

Portugals Umweltprobleme werden zu einer zunehmenden ernsthaften Bedrohung für das Land. Da wäre zum Bespiel die Wasserknappheit im Süden des Landes. Die in Folge der ausbleibenden Winterregen in den letzten Jahren, immer wieder anhand der Pflanzenwelt sichtbar wird. Hinzu kommt das die Anpflanzung von Eukalyptus-Monokulturen zu einer Austrocknung der Böden beiträgt. Diese Bäume entziehen dem Boden bedeutend mehr Wasser als andere, tragen aber enorm zur Papierherstellung des Landes bei. Somit zählen sie zu den ertragreichsten Sparten der Landwirtschaft. Allerdings sind auch die in den Sommer- und Herbstmonaten immer wieder entstehenden Waldbrände eine große Gefahr für Portugal. Grund dafür sind die fehlenden Niederschläge, sowie die ungesicherte Müllverbrennung und der Anbau von Monokulturen. Die Brände ufern sehr oft aus und haben eine Dauer von mehreren Wochen. Folge ist, dass es zwei Jahre dauert eh erneut Pflanzen auf diesem Gelände gedeihen können. Aber auch der Tourismus trägt seinen Teil zu den Problemen des Landes bei. Gerade zunehmende Zubetonierung der Algarve zu Tourismus Zwecken ist nicht gerade von Vorteil. So wurde auf diese Weise der natürliche Lebensraum zahlreicher Pflanzen und Tiere einfach zerstört. Ebenfalls kommt es zu einer enormen saisonalen Belastung. Müll, Abwasser und Wasserverbrauch nehmen schlagartig zu. In Portugal existierte lange Zeit kein ausgeprägtes Umweltbewusstsein, da bis zum Ausbruch der Tourismusströme die Umwelt für die meisten Einwohner sehr in Ordnung schien. Dies änderte sich jedoch schlagartig. 1989 wurde das nationale Umweltamt gegründet und 1990 sogar ein Umweltministerium. Zudem haben es sich nichtstaatliche Umweltverbände zum Auftrag gemacht das Umweltbewusstsein der Bevölkerung zu schärfen.

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